Am Montag, den 4. Mai 2026, durfte die Kupferstädter Gesamtschule einen ganz besonderen Gast begrüßen: die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz. Fast 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10, EF und Q1 nahmen an der Veranstaltung teil und hörten aufmerksam den bewegenden Erzählungen der Zeitzeugin zu.
Henriette Kretz berichtete eindrucksvoll von ihrer Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus. Als jüdisches Mädchen musste sie Verfolgung, Angst und den Verlust ihrer Familie erleben. Mit großer Offenheit schilderte sie, wie sich ihr Leben durch die Herrschaft der Nationalsozialisten veränderte und welche schweren Erfahrungen sie machen musste.
Während des Vortrags herrschte große Aufmerksamkeit und Betroffenheit unter den Zuhörerinnen und Zuhörern. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten anschließend die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über das Leben während der Hitlerzeit zu erfahren.
Besonders wichtig war Henriette Kretz ihre Botschaft an die jungen Menschen: Sie ermutigte dazu, sich für Demokratie, Menschlichkeit und gegenseitigen Respekt einzusetzen und Ausgrenzung sowie Hass entschieden entgegenzutreten.
Außerdem hinterließ Henriette Kretz ein Exemplar ihres Buches für die Schülerbibliothek der Schule. Wer Interesse daran hat, ihre Geschichte genauer kennenzulernen, kann sich das Buch dort ausleihen.
Der Besuch der Zeitzeugin war für alle Beteiligten eine eindrucksvolle und emotionale Erfahrung. Solche Begegnungen zeigen, wie wichtig Erinnerungskultur ist und warum die Geschichte des Holocaust niemals vergessen werden darf.
